Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung ist eine Operation bei der kleine, unterentwickelte Brüste bzw. nach der Schwangerschaft erschlaffte Brüste vergrößert werden. Im Falle einer großen Senkung ist neben der Brustvergrößerung auch das Brustaufhebung (Mastopexie) nötig.

Bei der Brustvergrößerung wird ein Implantat unter das Brustgewebe oder unter das große Brustmuskel eingesetzt. Da das Implantat nicht im Brustgewebe steckt, gibt es kein Problem beim Stillen. Auch die normale Mammographie ist trotz der Implantate möglich, man muss nur den Arzt darüber informieren.

Silikonimplantate

Die ersten Silikonimplantate wurden bereits im Jahre 1962 eingesetzt. Im Laufe der Jahre haben sich die Implantate vielfach verändert, sowohl was die Hülle als auch das enthaltene Silikon betrifft. Die modernen Silikonimplantate sind mit unterschiedlich kohäsivem Gel gefüllt und haben eine runde oder anatomische Form. Im Falle von Schaden fließt das Gel nicht ab und das Implantat entleert sich nicht. Im Vergleich mit dem runden hat das anatomische Implantat nur einen Nachteil: wenn es rotiert, verändert sich die Form der Brust. Dieses Phänomen ist jedoch sehr selten und man kann es chirurgisch verbessern.

Vor einiger Zeit gab es in USA viel die Rede über die Sicherheit von Silikonimplantaten, vor allem was die Möglichkeit von Autoagressionskrankheiten betrifft, die zur Gruppe der rheumatischen Erkrankungen gehören. Bis heute gibt es keine Studien bzw. Beweise, die die Autoagressionskrankheiten mit den Silikonimplantaten verbunden würden. Ebenso gibt es keine bewiesene Verbindung zwischen Implantaten und Brustkrebs. Einige Studien haben sogar gezeigt, dass Frauen, die sich einer Brustvergrößerung unterzogen haben, eine niedrigere Brustkrebsincidenz als die anderen Frauen aufweisen.

Mit physiologischer Lösung gefüllte Implantate

Vorteil der mit physiologischer Lösung gefüllten Implantate ist, dass im Fall eines Implantatsschadens der Körper die Lösung absorbiert. Ein Nachteil solcher Implantate ist, dass sie sich „künstlicher“ anfühlen und ihre Form an den Stellen empfindbar ist, wo die Haut dünner ist (sog. Rippling). Um das zu vermeiden, muss man solche Implantate unter den großen Brustmuskel einsetzen.

Welche Implantate sind zu wählen?

Die Wahl des Implantats ist nicht einfach. Die beste Entscheidung kann nach dem Gespräch mit dem Chirurgen und der Untersuchung der Patientin getroffen werden. Die Patientin soll ihre Wünsche ausdrücken, der Chirurg aber ihr die Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen und Größen von Implantaten erklären. Es soll jedoch berücksichtigt werden, dass das ideale Implantat nicht existiert.

Wie lange dauern die Implantate?

Die von uns verwendeten Implantate entsprechen den höchsten Standards. Trotzdem kann man von keinem Implantat sagen, dass es ewig ist. Jede Frau, die sich eine Brustvergrößerung wünscht, muss wissen, dass sie vielleicht in der Zukunft sich noch einer Operation unterziehen werden muss. Die Implantate werden am meisten wegen Anatomieveränderung (nach Schwangerschaft und Stillzeit), Kontraktur-Bildung (feste Kapsel aus Bindegewebe) oder „Verschleiß“ gewechselt. Die Zeitdauer ist nicht genau feststellbar, man kann aber sagen, dass je älter das Implantat ist, desto größer die Möglichkeit einer Kontraktur oder des Verschleißes ist. Die heutigen modernen Implantate haben sich besser als die alten ausgewiesen, trotzdem muss die Patientin die Unwägbarkeit dieser Operation akzeptieren.

Welche ist die richtige Größe für Sie?

Die Wahl der Größe basiert auf vielen Faktoren. Es gibt Protokolle, die hinsichtlich der Größe des Brustkorbs bzw. der Größe und Weite der Brust die geeignetste Größe der Implantate feststellen. Die Wünsche der Patientin bleiben der wichtigste Faktor, allerdings soll man eine zu große Ausdehnung vermeiden, denn diese macht die Haut dünner und verursacht ein unnatürliches Aussehen.